Bienen gegen das Feuer
Seit ein paar Jahren haben wir uns sehr für die „Méliponikultur“ engagiert, Das ist die Produktion von Honig von einheimischen brasilianischen Bienen der Familien der “Trigonidés“ und der “Méliponidés“.
Diese Aktivität differenziert sich von der klassischen Bienenzucht (Apiskultur), welche die Bienen der Familien der „Apis“ einsetzt, die von Europa und Afrika importiert wurden.
Die einheimischen Bienen stechen nicht, da sie keinen Stachel besitzen. Das erlaubt, die Bienenstöcke nahe der Häuser aufzustellen und den Honig ohne Spezialkleidung zu gewinnen. Die Bienestöcke sind kleiner und leichter und können so einfacher von allen Familienmitgliedern manipuliert werden. Schlussendlich ist die Gesamtausstattung billiger und der Transport ist beschränkt.
Zudem verteilen diese sehr kleinen einheimischen Bienen den Blütenstaub aller Blumen, selbst der winzigsten, was die viel grösseren „Apis“ nicht können. Diese Insekten spielen somit in der Dynamik der Blütenbestäubung eine Schlüsselrolle.
Neben der Entwicklung der Méliponikultur führen wir jedoch die Apiskultur und den technischen Unterhalt der Apiskultur-Bienenstöcke, welche wir in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen installiert haben, weiter.
Heute entfaltet sich die Apiskultur und die Méliponikultur in gewissen günstigen Regionen sowohl auf finanzieller wie auch auf Ernährungs-Ebene als Hauptaktivität weiter.
Indem es eine erneuerbare Nutzung der natürlichen Ressourcen, einen verstärkten Schutz der Umwelt und einen Zugang der Bevölkerungen zu annehmbareren Lebensbedingungen bietet, findet das durch Nordesta Reforestation & Education entwickelte Apiskultur-Programm seine totale Berechtigung im Rahmen der in der Agenda 21 umschriebenen dauerhaften Entwicklung, wie sie im Projekt “Null Hunger“ im Jahre 2003 durch den brasilianischen Präsidenten Luis Ignácio Lula da Silva lanciert wurde.